Reflecting Team – Resonanz statt Ratschlag
„Ich fühle mich gehört – aber nicht bewertet.“
So beschreiben viele Menschen ihre Erfahrung im Reflecting Team –
einer Methode, die in der systemischen Beratung, Supervision und Therapie tiefgreifende Wirkung entfalten kann.
Was ist ein Reflecting Team?
Eine Gruppe von Personen (meist 2–5),
die einer Person (oder einem Team) zuhört –
und anschließend im geschützten Raum eigene Gedanken, Hypothesen und Resonanzen teilt.
Nicht direkt – sondern beobachtbar und indirekt.
Ablauf in Kurzform:
- Erzählphase
– eine Person berichtet über ein Anliegen - Reflexionsphase
– das Team spricht miteinander über das Gehörte
– die berichtende Person hört zu, sagt nichts - Abschlussphase
– Rückkehr ins Gespräch, Würdigung der Resonanzen
Wirkung:
- Entlastung
- Perspektivenerweiterung
- Würdigung & Verbindung
- neue Denk- und Handlungsideen
- Stärkung der Selbstklärung
Systemische Haltung im Reflecting Team:
- kein „Besserwissen“
- kein direkter Rat
- keine Bewertungen
- keine Diagnosen
- stattdessen: Hypothesen, Gefühle, Bilder, Fragen, Impulse
Typische Reflexionssätze:
- „Ich habe mich gefragt, ob…“
- „Mich hat besonders berührt, dass…“
- „Ich hatte das Bild von…“
- „Vielleicht könnte es auch bedeuten, dass…“
Adventlicher Gedanke:
Was wäre, wenn du/Sie heute einfach mal nicht antwortest / antworten –
sondern nur teilst / teilen, was in dir/Ihnen mitschwingt?
Was, wenn das genug ist?
Noch nicht gelesen?
Systemebenen wechseln – Neue Lösungen durch Perspektivwechsel
Methoden wie das Reflecting Team lernen & üben?
Zur Weiterbildung: Systemische Beratung
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