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Die Wirkkraft der Gruppendynamik nutzen

In schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben

Auch bei bester Vorbereitung und guter Steuerung geraten wir als Leitung in schwierige Gruppenprozesse. Chaos entsteht, die Suche nach Schuldigen beginnt und die Erwartung an die Gruppenleitung als  RetterIn steigt. Die Herausforderung ist, das unauflösbare Spannungsfeld zwischen Individuum und Gruppe als Potenzial nutzbar zu machen, d. h. so viel Raum für Unterschiedlichkeit zu ermöglichen, dass  Arbeitsfähigkeit sich auf einer neuen Ebene entfalten kann. Es ist daher gut, sich mit Wirkmechanismen gruppendynamischer Prozesse zu befassen und über ein Repertoire an Interventionen für gelingende  Prozesse zu verfügen.

Ziele

  • Die Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick über relevante Konzepte der Gruppendynamik und deren praktische Bedeutung.
  • Sie entwickeln ein vertieftes Verständnis bzgl. der Komplexität und Wechselwirkung im Zusammenwirken von Individuum und Gruppe.
  • Sie lernen Diagnose- und Interventionstools sowie für schwierige Situationen den Einsatz von Metakompetenzen und mentalen Distanzierungstechniken kennen.

Inhalte

  • Das Individuum in der Gruppe: Die Bedeutung von Zugehörigkeit, Macht und Intimität
  • Der gruppendynamische Raum, Gruppenphasen und Rollen
  • Groupthink: Restriktion, Regression, Übertragungs- und Spiegelungsphänomene
  • Die Dramaturgie der Gruppendynamik: Raum-, Zeit- und Themengestaltung, die Wirkkraft von Sprache, Hinterbühnen und Inszenierungen
  • Reflexion der eigenen Erfahrung mit Gruppen, eigene Fallstricke, Praxistransfer incl. Notfallkoffer für schwierige Gruppenprozesse und Annäherung an eine eigene Gruppenleiterpersönlichkeit

Zielgruppen

Personen, die haupt- oder ehrenamtlich mit Gruppen arbeiten: Kurs-/Seminarleiter*innen, Fortbildner*innen, Trainer*innen, Moderator*- innen, Führungskräfte, Teamleitungen

Seminarleitung Ulrike Reimann