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Systemisches Verständnis von Organisationen

Wie tickt der Laden hier eigentlich?

„Der Chef organisiert von Zeit zu Zeit den Betrieb völlig um. Das schadet aber nichts, weil ja alles beim Alten bleibt.“ (Kurt Tucholsky)

Unser professionelles Handeln im Kontext Sozialer Arbeit lässt sich immer auch leiten von unseren aus- und unausgesprochenen Theorien, Grundannahmen und Bildern, die wir über Sinn, Nutzen und  Funktionsweise unserer Organisation haben. Im Fokus steht die Frage: Wie organisiert eine Organisation sich selbst und das Tun ihrer Mitarbeiter im bestmöglichen Sinne? Themen wie Umgang mit Komplexität  und Dynamik, Selbstorganisation von Teams, Organisationen als steuerbare Netzwerke von Informationen und Kommunikation und die (Un-) Möglichkeit von Führung sind für die Professionalität und Psychohygiene der einzelnen MitarbeiterIn zentral.

Ziele

  • Die Teilnehmenden begreifen systemische Ordnungs- und Wirkungs-Prinzipien von Organisationen.
  • Sie reflektieren am Beispiel der eigenen Organisation grundlegende Spielregeln und Handlungsmuster und ihr Eingebundensein in Organisationskultur, -struktur und -strategie als Grundlage ihres  professionellen Handelns.
  • Die Teilnehmenden erweitern den individuellen Blickwinkel auf Klient*innen um den Einfluss der eigenen und der kooperierenden Organisation und entwickeln Strategien für die Zusammenarbeit  unterschiedlicher Helfersysteme.
  • Die Teilnehmenden entwickeln Ansätze, um die eigene Organisation neu zu denken und in der Führung weiterzuentwickeln.

Inhalte

  • Soziale Systeme: Organisation versus Selbstorganisation und der Mythos der Rationalität
  • Systemische Denkmodelle und Varianten der Analyse von Organisationen mit dem Fokus der Kooperation, (Spiel-)Regeln und Kultur der eigenen Organisation
  • Die Aufgabe von Führung und Leitung in Organisationen und ihre Ambivalenzen
  • Resonanzphänomene und typische Muster in und zwischen Systemen
  • Strategien der Koppelung in komplexen Helfersystemen
  • Blick auf Interaktionsmuster zwischen Familie/ Klient und den beteiligten Helfersystemen: Hilfeplangespräche, Helferkonferenz und Runde Tische
  • Netzwerkanalyse und Kooperation zwischen Organisationen und Helfersystemen
  • Die Organisation neu denken und (weiter-) entwickeln: Veränderungen managen

Hinweis

Inhalte dieses Seminars können sich mit Inhalten der Weiterbildung Systemische Beratung im fortlaufenden Kurssystem überschneiden.

Zielgruppen

Führungskräfte und Mitarbeitende Sozialer Organisationen, Fachleute aus psychosozialen Arbeitsfeldern

Seminarleitung Gesa Niggemann-Kasozi