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Arbeiten mit hochstrittigen Paaren

Erziehungsberatung, Paar- und Trennungsberatung mit zerstrittenen Paaren sind gekennzeichnet von erheblichen Spannungen. Das Klima wird bestimmt von Anklagen, Beschuldigungen und Beleidigungen.  Beide Seiten versuchen, Verbündete zu gewinnen. Kinder, JugendamtsmitarbeiterInnen oder BeraterInnen werden eingeladen, die Position des Richters zu übernehmen. Die Anspannung im Raum überträgt  sich leicht auf die BeraterIn. Ambivalenzen zwischen Wollen und Müssen, zwischen Abgrenzungs- und Schutzbedürfnis einerseits und Kontaktnotwendigkeit andererseits ist eine große Herausforderung für BeraterInnen.

Ziele

  • Die Teilnehmenden erfassen Dynamiken und Eskalationsstufen von Paaren.
  • Sie veranschaulichen die Unterschiede zwischen Paar- und Elternebene, Beziehungs- und Sachebene, Erwachsenen- und Kinderebene.
  • Sie beherrschen Methoden zur Einführung eines konstruktiven, lösungsorientierten Dialogs.
  • Sie nehmen eine professionell konstruktive Haltung zwischen Neutralität und klarer Strukturierung ein.
  • Sie sorgen für die eigene Psychohygiene.

Inhalte

  • Hypno-systemisches Konzept der Paarkollusion
  • Rahmenklärung für den Beratungsprozess
  • Das projektive Dreieck im Beratungsgeschehen
  • Visualisiertes Erstellen eines Themenkataloges als Klärungshilfe und Zielorientierung
  • Umgang mit Aggressivität versus innerer Not der KlientInnen
  • Vom indirekten zum direkten Dialog: Einführung eines Konzeptes der konstruktiven Kommunikation
  • Haltungsfragen und Selbstfürsorge für die BeraterIn
  • Verschiedene mögliche Beratungssettings

Hinweis

Dieses Seminar baut inhaltlich auf beruflichen Erfahrungen in der Arbeit mit Paaren bzw. auf das Seminar „Einführung in die systemischintegrative Paartherapie und -beratung“ auf.

Zielgruppen

Fachleute aus den Arbeitsfeldern Paarberatung, Paartherapie, Familientherapie, Erziehungsberatung, Trennungs- und Scheidungsberatung, Seelsorge und Gesundheitswesen.

Seminarleitung Anne Schoberth