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Transgenerationale Traumatisierung in der Beratung und Therapie

Ererbte Wunden

Nicht nur eigene Traumatisierung, auch ererbte Wunden können zu Traumafolgestörungen führen. Es handelt sich um ein meist übersehenes Phänomen. In Europa gibt es kaum eine Familie, die nicht durch den Zweiten Weltkrieg den Tod von Angehörigen, Verfolgung, Flucht oder Vertreibung erfahren hat. Es können auch alle anderen Traumaerfahrungen – wie Missbrauch oder Vernachlässigung – an die nächsten Generationen weitergegeben werden. Daher stellt sich die bedeutsame Frage, wie wir ererbte Wunden erkennen und bearbeiten können.

Wie können seelische Wunden vererbt werden, und vor allem: Wie können sie erkannt und geheilt werden?

Unbewältigte Traumata können in gravierendem Ausmaß auf die Folgegeneration übertragen werden. Dies wissen wir spätestens seit den Untersuchungen an Kindern und  Enkeln Kriegstraumatisierter und Holocaustüberlebender.

Katharina Drexler hat den ersten strukturierten Behandlungsansatz zur Therapie ererbter Wunden in ihrem 2017 erschienenen und bereits in 4. Auflage vorliegenden Buch „Ererbte Wunden heilen. Therapie der transgenerationalen Traumatisierung“ vorgestellt. Beim Fachtag werden Hintergründe vermittelt, wie wir uns die Übertragung ererbter Wunden erklären, wie wir diese erkennen und behandeln können. Im Anschluss an den Fachtag werden die Teilnehmer*innen

  • neue Perspektiven für die Beratung ihrer Klient*innen entwickelt haben,
  • in Kleingruppen in verschiedenen Rollen eine von der Referentin speziell für ererbte Wunden entwickelte Übung erfahren haben,
  • einen auf die besonderen Gegebenheiten ererbter Wunden zugeschnittenen Zugang zur Verarbeitung kennengelernt haben,
  • zuversichtlich sein, ererbte Wunden erkennen und einer Verarbeitung zugänglich machen zu können.

Fachtag mit Dr. med. Katharina Drexler