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Hypnosystemische Ansätze bei Depressionen und Burnout

Depressionen gehören zu den am häufigsten zu behandelnden Symptomen in der Psychotherapie. Zudem gibt es immer mehr Menschen, die einen Burnout erleben.  Klient*innen mit Depressionen oder einem Burnout befinden sich in klassischen Problemtrancen und erkennen oft weder die Beziehung zwischen ihrer Lebenssituation und ihrer Symptomatik noch sehen sie Möglichkeiten, ihre Lebensumstände zu ändern. Therapeutische Angebote werden oft abgelehnt oder entwertet, „bringt nichts, geht  nicht, hat nichts genützt“.

Dieser Fachtag präsentiert systemische und hypnotherapeutische Techniken, die zur Behandlung von Klient*innen mit Depressionen oder einem Burnout eingesetzt werden  können. Ortwin Meiss stellt effektive Methoden und Techniken zur Veränderung von depressionsfördernden Einstellungen vor und zeigt Wege aus der Problemtrance. Zentral ist ein grundlegendes Verständnis der Depression als Ansammlung emotionaler Minuskonten und als Notfallreaktion, um weitere Minusgeschäfte zu vermeiden. Ein Konzept, das psychoanalytisches Wissen und kognitive sowie verhaltenstherapeutische Ansätze mit systemischen und hypnotherapeutischen Konzepten integriert.Am Fachtag werden nicht nur die klassischen reaktiven Depressionen behandelt, sondern auch Ansätze zur Behandlung chronischer Depressionen vorgestellt.

Inhalte werden unter anderem sein:
Was tun, wenn der/die Klient*in …

  • keine Begründung für die depressiven Gefühle angeben kann („eigentlich habe ich ja alles”) oder die Therapeut*in mit Generalisierungen lähmt („hat ja doch alles keinen Sinn”)
  • keine Verantwortung für seine/ihre Situation übernimmt und sich beständig als Opfer wahrnimmt
  • klagt und ambivalent gegenüber Veränderungen ist und Vorschläge des/der Therapeut* in ablehnt oder boykottiert
  • mit Suizid droht

Es werden typische Burnout-Fallen erläutert und beschrieben, wie man einen Burnout und die Entstehung von Depressionen vermeiden kann. Darüber hinaus bietet der  Fachtag Strategien für die/den Therapeut*in, um sich selbst davor zu schützen, in den Sog des Depressiven zu geraten und sich bei der Arbeit mit Depressiven erschöpft und ausgebrannt zu fühlen. Frei nach Milton Ericksons Devise: „don‘t work harder than the client”, lernen wir, wie wir mit dieser Patient*innengruppe leicht und ohne Anstrengung arbeiten können.

Fachtag mit Ortwin Meiss