Zwangskontexte als Möglichkeitsräume

Systemische und ressourcenorientierte Handlungsmodelle für die Arbeit in Zwangskontexten

„Umwälzungen finden in Sackgassen statt.“ Bertolt Brecht

KlientInnen erleben im Kontext der Sozialen Arbeit die Zusammenarbeit mit BeraterInnen und SozialarbeiterInnen nicht immer als freiwillig. Eltern fühlen sich von MitarbeiterInnen des Jugendamtes gedrängt, eine Hilfe anzunehmen. Familien werden durch das Familiengericht verpflichtet mit einer Sozialpädagogischen Familienhilfe zu arbeiten. Wohnungslose  Menschen und Hartz IV Empfänger befürchten die Kürzung von Leistungen. Jugendliche fühlen sich genötigt, in einer Wohngruppe zu leben. DrogenkonsumentInnen haben die „scheinbare“ Wahl zwischen Therapie oder Strafe. Zwangskontexte sind vielfältig und herausfordernd. In diesem Seminar werden Möglichkeiten des Umgangs damit aufgezeigt und anhand der Praxis der TeilnehmerInnen reflektiert.

Ziele:

  • Die TeilnehmerInnen lernen hilfreiche Visualisierungstechniken für unterschiedliche Zwangskontexte kennen.
  • Sie wissen um die Dynamik von Zwangskontexten, können diese ressourcenorientiert beschreiben und mit den KlientInnen Perspektiven entwickeln.
  • Sie verfügen über Instrumente der Reflexion der Bedürfnisse von Menschen, die Angebote der Sozialen Arbeit nicht freiwillig nutzen.
  • Die TeilnehmerInnen kennen provokative, paradoxe und wertschätzende Möglichkeiten, KlientInnen zur Kooperation einzuladen und die Beziehungsdynamik zwischen ihnen und den KlientInnen zu reflektieren.

Inhalte:

  • Interventionsstrategien in der Kooperation mit unfreiwilligen Klienten
  • Methoden der Reflexion der Beziehungsdynamik in Zwangskontexten
  • Reflecting Team als multiperspektivische Methode der Wertschätzung
  • Zeitseilarbeit zur Rekonstruktion von Krisen und Konflikten
  • Ansprechvarianten zur Thematisierung von Zielkonflikten
  • Kreative Möglichkeiten des Arbeitens in Zwangskontexten
  • Umsetzung der Erkenntnisse anhand von konkreter Fallarbeit

Zielgruppen:

Mitarbeitende aus Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit, der Suchtberatung, der Jobcenter, der Jugendämter, der Sozialpädagogischen Familienhilfe, dem Pflegekinderdienst, der stationären Kinder- und Jugendhilfe sowie der Therapie

Seminarleitung:

Ludger Kühling

Ort:

Seminarhaus Ammerbuch, Pfäffingen

Termin:

24. – 26. Juli 2017

Preis:

380,– €
              (inkl. Snacks und Getränke,
               ohne Mittagessen und Übernachtung)

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